Bibione Sommer 2008 - die Postkarte
Hier mal eine digitale Grußkarte, statt der langweiligen aus Papier ![]()
Ich liege hier in Bella Italia am Strand bei strahlendem Sonnenschein, kühlen 30 Grad im Schatten und versuche es mir einfach mal gut gehen zu lassen. .
Hier ist es wie an jedem zivilisierten Strand:
Niemand nervt den anderen. Keine kreischenden, mit Sand werfenden oder gar nervige Kinder. Afroamerikaner die echte Gucci & Louis Vuitton Taschen verkaufen. Schlitzäugige Jungs die versuchen ihre tollen fliegenden spiderman-, fledermaus- oder Rochen-Drachen loszubekommen.
Asiatische Schönheiten die einen mit “Massage, Massage” nie nerven.
Braungebrannte Columbos die mit ” coco coco rrrrrrrrrr coco …” die Luft zum Beben bringen, wieselflinke wandelnde Handtuchberge die “gud Preis, Rabatt, Rabatt, gratis” [anm.d.V.: wenn wir so was sagen würden bekämen wir nicht nur einen bösen Brief von der Bafin - gemein] in die Idylle posaunen und Toilettenwegweiser auf denen Huhn oder Elefant abgebildet ist.
Zum Frühstück noch mit Noname Trainingsanzug und Kippe, jetzt schön am Hotelpool, auf der gegenüberliegenden Seite. Da liegt er, der typisch deutsche Proll. Addiletten, Vokuhila, Bierbauch, Goldkette, Pils in der Hand, rotbraun angebrannt. Daneben die nervige Österreicher-Familie - Hilfe.
Ich gehe lieber wieder zum unterradamteren Strand.
Denn in Italien scheint es noch Piratenschiffe zugeben, die es schaffen ohne Segel am Strand zu Flanieren - gruselig.
Auch gibt es hier massig Tschechen die selbst hier ihre Herkunft nicht leugnen können. Sie begnügen sich bisher aber noch mit dem organisierten entwenden von einem halben duzend Strandstühlen anderer Hotelgäste.
Unsere rassige blonde italienische Bedienung schafft es sogar bei Nacht die Straße zum verstopfen zu bringen, indem sie sich hemmungslosem Tanzeinlagen hingibt und Ihr langes Haar schüttelt.
Die Geldautomaten verrichten hier ihren Dienst dem italienischen Wesen angepasst. Drei von vier Automaten sind der festen Ansicht dass Alle meine vier Geldkareten nicht für den weltweitem so Satz eingerichtet sind. Dem vierten Automaten schien das egal zu sein. Auch nett anzusehen sind die wichtigen Typen in der Lobby mit ihren 11 Zoll mini Notebooks, von welchen jeder stolz ist der ein kleineres hat, dabei hätte ich den Wettbewerb du gewonnen. ![]()
Nicht zu vergessen die muskulösen Strandverkäufer, die mit 40cm singenden und tanzenden Kuscheltieren wie Esel öder Küken niemanden wirklich auf die nerven gehen. Ein must have am Strand muss ich sagen.
Besonders nett anzusehen sind die Loipen im Sand, die von “vor Anstrengung triefenden Papas” herrühren. Sie versuchen verzweifelt die Buggies ihres Nachwuchses durch den heißen Sand hüpfend zu zerren.
Gibt es denn keine kettengetriebenen Buggies?
Anti Stress knautscher kann man hier auch aus einer lidl Tüte heraus
erwerben. Dringend erforderlich für manche muttis oder Papis hier.
Denn im Nebenzimmer knallt es des öfteren. Nur Dumm dass es danach noch lauter wird.
Auch die vier Düsenjäger im Formationsflug, die spektakulär bunte streifen einige duzend Meter über dem Strand ziehen ,sorgen hier nur für kurze Schreipausen.
Einwas wirklich gutes hat es hier aber.
Da man wegen des unvermeidbaren Stress Bücher liest, werde ich in 20 Jahren eh Millionär dank Warren Buffet sein. Ich muss lediglich 100.000€ zu nur 20% pro Jahr anlegen, aber den heißen Insider Tip bitte nicht weitergeben.
Moment es hupt. Eis. Ich muß los, bis bald
Grüße vom ganz normalen Wahnsinn am Strand von bibione Stefan











